Freitag, 27. April 2012

Hund in einer Ansprache

Wo ist der Hund, Augusta,
der die große Nase im Bücherhaufen wälzt.
Ich hatte diesen kleinen, weißen, leisen Hund,
der mir des Nachts die Weisheit bellte,
er muss hier doch irgendwo sein.
Er hatte oft zwei Bleistifte in den Nasenlöchern,
zerrte sie übers Papier, bis nichts blieb als Fetzen
Leben auf dem Boden.
Fetzenleben nannte er das, und sie waren niemals still;
diese Leben.
Wo ist der Umtreiberhund, der mit dem Leinen-los-Blick,
der mit den Raben tanzte, wenn die Dämm‘rung kam –
der, der die Nacht um die Ohren in Kauf nahm,
um kettenlos zu wandern, lichtlos Gassi.
Sag ihm, ich brenne lichterlos, mein Herz,
seitdem mir seine Worte fehlen.

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...weltenbruchstücke auf der suche nach ihrer identität. von asynchronen zeitmesseinheiten und weltereignissen zwischen tür und angel. von schlafenden menschen und warum man sie (nicht) wecken sollte...

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